Bitte logge Dich ein.

Logge Dich hier einfach ein, um persönliche Angebote, auf Dich zugeschnittene Service- und Hilfethemen und viele weitere Vorteile nutzen zu können.

Bitte logge dich hier ein.

Hollywoodstar John Malkovich und Sophie von Kessel erkunden die Dunkelheit der Tyrannenseele, während Martin Haselböck an der Orgel den klanggewaltigen Soundtrack liefert. Michael Sturminger schrieb und inszenierte das Multimediastück "Just Call Me God". Am 8. März 2017 fand in der neu erbauten Hamburger Elbphilharmonie die viel beachtete Uraufführung statt. Dort entstand diese Aufzeichnung.

Sky Arts HD präsentiert die exklusive Aufzeichnung der Welturaufführung am Sonntag, den 30. April, um 20:15 Uhr als exklusive TV-Weltpremiere auch auf Sky Go , Sky On Demand und Sky Ticket verfügbar.

Interview: Malkovich

Schließen

Der Hollywoodstar spricht mit Sebastian Höffner über sein neues Stück "Just Call me God", die große Herausforderung einen Diktator zu spielen, Regisseur Michael Sturminger, die Inszenierung dieser einzigartigen Aufführung und was Film und Theater unterscheidet.

Mehr zu "Just Call Me God"  im Sky Magazin .

Sebastian Höffner begrüßt dann die Zuschauer aus der Elbphilharmonie in Hamburg, schaut hinter die Kulissen der Produktion, ist bei Generalprobe und Premiere dabei und spricht auch mit Schauspielerin Sophie von Kessel über die Produktion.

Inhalt

Die Macht von Satur Diman Cha (John Malkovich), Staatsoberhaupt und General der Streitkräfte der fiktiven Republik Zirkassien, bröckelt. Nach einem Aufstand verschanzt er sich im privaten Konzertsaal seines Palastes. Soldaten der revolutionären Truppe dringen in die Residenz ein. Doch der gestürzte Diktator kann die Angreifer überlisten und töten. Nur die attraktive TV-Reporterin Caroline Thomas (Sophie von Kessel) und Feldkaplan Reverend Lee Dunklewood (Martin Haselböck) überleben.

Schutzlos sind sie dem Despoten ausgeliefert. Caroline sieht nur eine Überlebenschance. Sie bietet ihm die Gelegenheit, sich vor laufender Kamera in einem Interview an die Weltöffentlichkeit zu wenden. Satur Diman Cha willigt ein – und offenbart die finstersten Abgründe seiner Psyche.

Wohlwissend wie Musik die Wirkung der Worte zu verstärken vermag, weist der Diktator den Feldkaplan an, seine Rede auf der Orgel zu begleiten. Je nach Bedarf verlangt er zum Beispiel nach "überirdischen Klängen", "seltsamer und dunkler Musik" oder – zur Whiskey-Pause - "60er-Jahre Nachtclubpop".

Hintergrund

Dass in diesem Theaterstück eine Orgel zum Einsatz kommt, hat seine Gründe. Sie ist das größte, prachtvollste und klanggewaltigste aller Instrumente. Immer wieder wurde sie deshalb von Tyrannen und Diktatoren zum Zweck der Machtdemonstration eingesetzt. So gaben zum Beispiel die Nazis den Bau einer monumentalen Orgel für die Nürnberger Reichsparteitage in Auftrag. Und der kongolesische Diktator Mobutu Sese Seko (1930-1997) ließ sich tatsächlich – wie Satur Diman Cha - eine Orgel in seinem Palast installieren.

Worin besteht die Faszination Macht? Warum richten einige Menschen ihre ganze Existenz auf sie aus? Wie rechtfertigen sie den Missbrauch der Macht? Warum lassen andere Menschen sich von den Mächtigen blenden? Um Fragen wie diese kreist das Stück.

Zur Vorbereitung auf seine Rolle befasste sich Malkovich nach eigenen Worten mit Stalin und las Hitler. Seine Darstellung enthalte auch Anklänge an Gaddafi und Idi Amin, sagte der Schauspieler, der auch in vielen seiner Filme mit der eindringlichen Verkörperung zwielichtiger Charaktere brilliert.

Nach den Theaterproduktionen über den Serienmörder Jack Unterweger und Casanova arbeiten Michael Sturminger und John Malkovich für dieses Stück bereits zum dritten Mal zusammen. Auf die Weltpremiere in Hamburg folgte eine Tournee durch mehrere europäische Städte.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb nach der Uraufführung: "Und Malkovich ist tatsächlich eine Wucht an Präsenz und Präzision, ein psychopathischer Komödiant der Macht, giftig und schillernd wie eine Viper."

SENDETERMINE