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Deadline Day: Kurzinterview Kai Dittmann

Sky Kommentator Kai Dittmann spricht zum Deadline Day über die Kunst, im Wechsel-Wahn den Überblick zu behalten und verrät seinen persönlichen Wunsch-Transfer. © Sky/firo

Im Zuge des Deadline Day, der am 31.8. stattfindet, hat sky.de die Sky Kommentatoren Kai Dittmann und Sven Haist, den Sky Moderator und Kommentator Michael Leopold sowie weitere Gäste zum letzten Tag der Transferperiode befragt. Die Sportexperten geben Einschätzungen zum Transfer-Geschehen und plaudern bei interessanten Wechsel-Anekdoten aus dem Nähkästchen.

3 Fragen an Kai Dittmann

Herr Dittmann, für Sie als Fußballkommentator ist der Deadline Day sicherlich auch von großer Bedeutung. Wie informieren Sie sich am letzten Tag der Transferperiode und wie behält man den Überblick, wenn sich am Finaltag nochmal der halbe Mannschaftskader ändern kann?

Es ist vielleicht mal ganz reizvoll, einen gesamten Tag vor dem Fernseher zu verbringen, Sky Sport News zu schauen und hautnah mitzuerleben, wie sich einige Transfers noch so entwickeln. Das werde ich allerdings aus organisatorischen Gründen auf das nächste Jahr verschieben müssen! Aber natürlich schalte ich regelmäßig die "News" ein, um ein Update zu bekommen. Abends bin ich dann sicher länger dabei. Dann weiß ich, was es an relevanten Wechseln gegeben hat. In den Tagen danach mache ich mir Gedanken über das "Warum". Also, ob der eine oder andere Transfer wirklich sinnvoll sein kann. Durch die Bundesligapause gewinne ich ein paar Tage Zeit, selbst bei vielen Wechseln, wieder auf den aktuellen Stand zu kommen.

Löst der Deadline Day bei Ihnen eine besondere Spannung und Emotionen aus? Oder schütteln Sie nur den Kopf über die teilweise überstürzten Transfers am letzten Tag, nachdem man vorher genug Zeit hatte alles in Ruhe abzuwickeln?

Das ist tatsächlich beides. Bei ein paar Vereinen kenne ich die "Nöte", personell noch nachlegen zu müssen. Für die Planungen spielt es schließlich eine große Rolle, wenn der Klub etwa die Champions League erreicht, oder am Ende komplett die möglichen internationalen Wettbewerbe verpasst. Da ist es sehr spannend zu beobachten, ob alle Seiten ihre eigentlichen Ziele wirklich realisieren, oder ob in letzter Sekunde doch noch etwas dazwischen kommt. Aber Kopfschütteln ist natürlich auch dabei. Vor allem wenn sich seit längerem abzeichnet, dass gepokert wird bis es knallt. Ich wundere mich auch deshalb, weil die Vereine sechs, acht Wochen Zeit hatten und dann ohne etwa auf Grund von Verletzungen noch Transfers tätigen. Da entwickelt der Markt am letzten Tag immer eine zumindest merkwürdige Eigendynamik.

Angenommen Sie könnten als Trainer ihrer Lieblingsmannschaft einen beliebigen Spieler kurz vor Ende der Deadline noch „einkaufen“, wen würden Sie verpflichten und warum?

Ich würde Thomas Müller kaufen. Ich liebe seine Art, Fußball zu spielen. Und trotz über 1000 Spielen als Kommentator lerne ich bei seinen Analysen am Mikrofon immer noch etwas dazu. Mit seiner ganz eigenen, höchst unterhaltsamen Schlitzohrigkeit. Sonst fällt mir natürlich noch Lionel Messi ein. Den kannst du natürlich als Spieler immer gebrauchen. Ich würde es aber aus einem ganz anderen Grund machen: Alle wollen ihn haben. Keiner hat ihn bisher aus Barcelona weg bekommen. ICH wäre dann der Erste!!! Danach setze ich mich dann sofort zur Ruhe...