Arminia Bielefeld hat die Patzer der Konkurrenz nicht genutzt und im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga einen herben Rückschlag erlitten.
Die Mannschaft von Trainer Thomas Gerstner unterlag zum Abschluss des 25. Spieltages dem Karlsruher SC in einer niveauarmen Begegnung mit 0:1 (0:1) und bleibt mit 43 Punkten auf dem fünften Platz. Nach der vierten Heimniederlage beträgt der Rückstand auf den auf Relegationsplatz drei liegenden FC St. Pauli weiterhin drei Zähler.
Karlsruhe feierte unterdessen durch das Tor von Gaetan Krebs (17.) den zweiten Sieg im achten Rückrundenspiel (sechs Niederlagen) und verschaffte sich damit Luft im Abstiegskampf. Als Tabellenzwölfter hat der KSC nun sieben Punkte Vorsprung auf den FSV Frankfurt, der auf Relegationsrang 16 liegt.
Nach der Niederlage von St. Pauli (1:2 bei 1860 München) und dem Unentschieden von Fortuna Düsseldorf (0:0 gegen Fürth) wollte Bielefeld die Gunst der Stunde nutzen. Doch besonders in der ersten Halbzeit boten die Gastgeber vor 12.500 Zuschauern eine ganz schwache Leistung und erarbeiteten sich keine nennenswerte Torchance.
Die Gäste nutzten unterdessen ihre erste Gelegenheit zur Führung. Nach einer Flanke von Matthias Zimmermann traf Krebs mit einer schönen Direktabnahme. Kurz vor der Halbzeit hatte Timo Staffeldt sogar den zweiten KSC-Treffer auf dem Fuß, doch der Mittelfeldspieler schoss drüber.
Nach dem Wechsel wurde das Spiel der Bielefelder etwas druckvoller. Zunächst scheiterte Arne Feick mit einem Schuss an KSC-Schlussmann Markus Miller (54.), dann rettete Torschütze Krebs im Anschluss an eine Ecke kurz vor der Linie. Doch danach fiel den Gastgebern wenig ein, um die Abwehr der Karlsruher zu knacken.
Gaetan Krebs (KSC-Siegtorschütze): „Die Flanke von Matthias Zimmermann war super, ich musste für mein Tor nur noch meinen Fuß hinhalten. Der Sieg war sehr wichtig für uns, wir haben gezeigt, dass wir nicht tot sind.“
Markus Schupp (KSC-Coach): „Mir fallen viele Steine vom Herzen. Wir haben viel Haue in den letzten Wochen bekommen und deswegen freue ich mich, dass wir über 90 Minuten eine gute und couragierte Leistung abgeliefert und gewonnen haben.“
Thomas Gerstner (Bielefelder Coach): „Karlsruhe hat sehr kompakt gestanden. Wir haben die spielerischen Mittel nicht gefunden, um Karlsruhe zu knacken. Und uns hat die Leidenschaft gefehlt.“
Giovanni Federico (Arminia): „Uns ist nach dem 0:1 nichts eingefallen, wie wir das Gegentor wettmachen. Deshalb ist der Sieg für den KSC verdient. Wenn wir so spielen wie heute, haben wir keinen Anspruch auf den Aufstieg. Auch wenn die Entscheidung über den Aufstieg noch nicht gefallen ist.“
Detlef Dammeier (Geschäftsführer Sport bei Bielefeld): „Wenn wir zuhause nicht in der Lage sind, solche Spiele zu gewinnen, sind wir nicht reif für den Aufstieg.“