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Gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung

Die preisgekrönten Dokus: "Stoppt den Menschenhandel – Eine Bewegung gegen moderne Sklaverei" und "Ein Leben nach dem Sexhandel"

01.08.2022

Menschenhandel und Ausbeutung sind heute nach wie vor ein großes Problem – weltweit und auch im deutschsprachigen Raum. Diesem Misstand widmet Crime + Investigation eine Sonderprogrammierung am 29. September.

Produzentin und Aktivistin Sadhvi Siddhali Shree

Die Bandbreite der Straftaten reicht von Zwangsprostitution über Zwangsarbeit bis Sklaverei. Laut Brot für die Welt leiden in Europa schätzungsweise 600.000 Men-schen unter Formen moderner Sklaverei, weltweit sollen es mehr als 25 Millionen sein. Ein perfider Markt, der den Kriminellen jährlich 150 Milliarden Dollar einbringt.

Diesem Missstand widmet Crime + Investigation mit den deutschen TV-Premieren der preisgekrönten Dokumentationen "Stoppt den Menschenhandel – Eine Bewegung gegen moderne Sklaverei" und "Ein Leben nach dem Sexhandel" eine Sonderprogrammierung, in der sowohl persönlich Betroffene als auch Aktivisten und Wissen-schaftler zu Wort kommen. Beide Dokumentationen stammen von der Regisseurin, Produzentin und Aktivistin Sadhvi Siddhali Shree.

"Stoppt den Menschenhandel – Eine Bewegung gegen moderne Sklaverei"

Die Dokumentation (20:15 Uhr) befasst sich mit der internationalen Krise des Menschenhandels, insbesondere des Handels mit Minderjährigen, und ermöglicht durch Interviews mit Überlebenden von sexuellem Kindesmissbrauch und Sexhandel sowie mit Aktivisten einen persönlichen Blickwinkel. Filmema-cherin Sadhvi Siddhali Shree führt vor Augen, inwiefern sexueller Missbrauch von Kindern, Cyber-Pornos, Prostitution und der enorm lukrative Markt für Sexhandel zusammenhängen, und sie zeigt, dass Kinder bereits früh auf Ausbeutung und Missbrauch vorbereitet werden. Die Autorin drehte auf den Philippinen, in Mexiko, Thailand, im Irak und in den USA, um ein umfassendes Bild eines Verbrechens zu zeichnen, das weltweit in allen Kulturen und in allen sozioökonomischen Schichten vorherrscht. Die Dokumentation befasst sich auch mit der Frage, wie und warum die Vereinigten Staaten mit ihrem Wohlstand, der technologischen Raffinesse und ausgeprägten Tourismusindustrie zur größten Quelle für Kunden von Sexhändlern geworden sind.

Mit der 2017 produzierten Dokumentation (Originaltitel "Stopping Traffic: The Movement to End Sex Traffic"), die sowohl 2017 beim Global Cinema Film Festival of Boston als auch 2018 beim North Hollywood Cinefest ausgezeichnet wurde, sollen Millionen von Opfern eine Stimme erhalten. Von den zig Millionen Opfern des Menschenhandels gelingt es weltweit nur einem Prozent, zu entkommen oder gerettet zu werden.

"Ein Leben nach dem Sexhandel"

Die Dokumentation  (21:10 Uhr) untersucht die andauernden Bemühungen dieser Überlebenden, die verzweifelt darum kämpfen, sich von ihrer Vergangenheit zu befreien, ihren Körper und ihre Seele zu heilen und ihre verlorene Menschlichkeit zurückzugewinnen.

Durch Gespräche mit Opfern in Frauenhäusern erzählt die Dokumentation die persönlichen Geschichten der Überlebenden: wie sie entkamen und wie sie Tag für Tag mit dem unterdrückten Trauma der schrecklichen Ereignisse, die sie erleben mussten, zurechtkommen.

Auch "Ein Leben nach dem Sexhandel" (Originaltitel: "Surviving Sex Trafficking", 2021 produziert) ist bereits preisgekrönt: Auf dem Beloit International Film Festival erhielt die Dokumentation 2022 einen President's Award, nachdem sie im Vorjahr mit einem Festival-Award beim North Hollywood Cinefest ausgezeichnet worden war.

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