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The Players Championship

Live Golf: US PGA Tour
QBE Shark Shootout, 1. Tag in Naples, Florida (USA)


Golf, 180 min.

Rec
Fr 10.12. | 19:00 Sky Sport 2 / HD
Wo & wann bei Sky?
Martin Kmer vor zwölf Monaten mit der Trophäe für den Sieg bei der Players Championship.

Sky ist der Golf-Sender Nummer eins in Deutschland. Sky präsentiert die Turniere der US PGA Tour und der European Tour inklusive der vier Majors und des Ryder Cup exklusiv live und in HD.

Das „fünfte Major“

Sie gilt als das „fünfte Major“, dabei kann die 1974 eingeführte The Players Championship von der Tradition natürlich nicht mit den vier Top-Turnieren mithalten. Dafür ist sie mit zehn Millionen US-Dollar deutlich höher dotiert. Allein der Sieger erhält die Rekordsumme von 1.800.000 Dollar. Die kassierte im vergangenen Jahr Martin Kaymer. Der Deutsche gehört in Ponte Vedra Beach am Hauptquartier der PGA Tour erneut zu den Favoriten. Sky überträgt The Players ab Donnerstag täglich exklusiv live und in HD. Moderation: Claudia von Brauchitsch, Kommentar: Carlo Knauss und Irek Myskow.

Das Turnier
Für Jordan Spieth ist die Sache klar: „Ich sehe das Players als ein Major an und glaube, dass es eins der besten Teilnehmerfelder im gesamten Jahr hat“, erklärt der Masters-Champion. Und für alle, die es eventuell noch nicht verstanden haben sollten, ergänzt der 21-Jährige: „Für mich gibt es fünf Major-Turniere im Jahr.“ Spieth ist mit dieser Ansicht nicht alleine. Schon seit Jahren firmiert The Players Championship inoffiziell als das „fünfte Major“. Dementsprechend ist auch das Teilnehmerfeld in dieser Woche. Die Weltelite ist komplett vertreten. Von den Top-10 der Weltrangliste fehlt kein Spieler, aus den Top-50 sind nur zwei nicht dabei. Ein Grund für die Attraktivität des Turniers ist neben den zehn Millionen US-Dollar Preisgeld und den 600 FedExCup-Punkten für den Sieger auch der Austragungsort.

Der Platz
Seit 1974 veranstaltet die PGA Tour die Players Championship. In den ersten Jahren fand sie auf wechselnden Kursen statt, ehe die PGA entschied, das Turnier fortan an ihrem Sitz in Ponte Vedra Beach auszutragen. Zu diesem Zweck beauftragte die PGA den Golfplatzarchitekten Pete Dye, einen Stadionkurs zu bauen. Dye schuf mit dem TPC at Sawgrass nicht nur einen ebenso anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Platz, sondern gleich auch noch eins der berühmtesten Löcher weltweit. Dabei kam ihm allerdings der Zufall zu Hilfe. Und die eigene Ehefrau.

Große Teile des Geländes waren sumpfig und mussten mit Sand aufgeschüttet werden. Den schaffte man aus anderen Bereichen des Areals heran. Als Dye nun mit den Arbeiten an der Fläche angelangt war, auf der das 17. Loch gebaut werden sollte, sah er sich einem tiefen Krater gegenüber, aus dem der übrige Golfplatz mit Sand versorgt worden war. Was tun? Die rettende Idee kam seiner Frau Alice, mit der er zusammen den Platz entworfen hatte. Sie schlug vor, den Krater mit Wasser aufzufüllen und das Grün auf einer Insel zu platzieren. Pete soll über diesen Vorschlag zunächst nicht glücklich gewesen sein, beugte sich aber seiner Frau oder den Umständen.

Das nur 125 Meter lange Loch, dessen Grün bis auf die schmale Verbindung zum Land komplett von Wasser umgeben ist, ist das sogenannte „Signature Hole“ im TPC Sawgrass. Hier haben sich vor den Augen von tausenden Fans schon unzählige Dramen abgespielt. Dabei ist die kurze Spielbahn laut Justin Rose „eins der leichtesten Löcher überhaupt“ – allerdings nur „am Dienstag und Mittwoch“. Ab Donnerstag, mit der Scorekarte in der Hand, sieht das ganz anders aus. „Dann fühlst du, wie dein Herz am Abschlag zu rasen beginnt. Darauf muss man vorbereitet sein.“ Diese Konstellation sorgt dafür, dass die 17 in der Regel sowohl das Loch mit den meisten Birdies als auch mit den meisten Bogeys und Doppelbogeys ist.

Für Martin Kaymer ist der Stadium Course eine der größten Herausforderungen des Jahres und „ein fantastischer Golfplatz, den ich wirklich mag“. Der 30-Jährige favorisiert allerdings nicht die legendäre Nummer 17, sondern ein anderes Loch. „Die 18 ist wahrscheinlich eine der besten Bahnen, die wir im ganzen Jahr spielen“, findet er. Das liegt auch an den Zuschauern, die dort so dicht dabei sind, „dass man im Hintergrund hören kann, wie sie Wetten auf dich abschließen. Das macht wirklich Spaß“, sagt Kaymer.

Der Titelverteidiger
Mit neun Birdies und einer bogeyfreien 63er Auftaktrunde legte Martin Kaymer im vergangenen Jahr den Grundstein zu seinem Erfolg bei der Players Championship. Mit drei weiteren Runden unter Par feierte er einen sensationellen Start-Ziel-Sieg. Der geriet kurz vor Schluss allerdings plötzlich noch einmal in Gefahr. Fünf Löcher vor dem Ende hatte Kaymer einen scheinbar komfortablen Vorsprung von drei Schlägen, als die Runde wegen Gewitters unterbrochen werden musste. 90 Minuten musste der Mettmanner warten, ehe es weiter ging. Die Pause tat ihm nicht gut. „Wie ausgewechselt“ erlebte Sky Kommentator Carlo Knauss den Führenden. Mit einem Doppelbogey auf der 15 schrumpfte sein Vorsprung auf einen Schlag. Und dann ging es zur 17, jenem legendären Insel-Grün. „Das ist der ultimative Druck für Martin Kaymer“, kommentierte Knauss. Da ahnte er noch nicht, welche Dramatik die nächsten Minuten bringen sollten.

Kaymers Abschlag landete etwas zu kurz, sprang in die falsche Richtung und rollte mit viel Spin auf den Rand des Grüns zu. Erst das kurze Rough vor dem Wasser stoppte den Ball. Eine eklige Lage. Kaymer musste den Ball über die Welle in der Mitte des Grüns chippen, damit er von dort Richtung Fahne rollen konnte. Doch der Schlag war zu kurz, der Ball blieb auf der Welle liegen, knapp neun Meter vor dem Loch. Kaymer musste von dort einlochen, um seine Führung zu verteidigen. Er schaffte es. Und Carlo Knauss jubelte: „Ein Traumputt im richtigen Moment!“ Nachdem er sich mit einem Par auf der 18 schließlich den Sieg gesichert hatte, gab Kaymer zu, es sei auf der 17 schon eine ziemlich seltsame Art gewesen, das Par zu machen. „Ich habe mit viel Instinkt gespielt und natürlich war auch etwa Glück dabei“, sagte der Sieger.

Obwohl er in dieser Saison auf der US Tour noch kein herausragendes Ergebnis vorweisen kann, zählt Kaymer im TPC Sawgrass zu den Favoriten. Denn wie gut ihm der Platz in Ponte Vedra liegt, lässt sich statistisch nachweisen. Nach mittlerweile 24 Runden, die er hier gespielt hat, kommt Kaymer auf einen Schnitt von 70,91 Schlägen. Das ist der beste Wert unter allen Profis, die mindestens acht Runden vorzuweisen haben.

Die Favoriten Um die Favoriten zu bestimmen, kann man im Prinzip mit dem Finger die Weltrangliste entlang fahren. Der Weltranglistenführende Rory McIlroy kommt mit der Empfehlung des Sieges beim WGC – Cadillac Match Play nach Florida. Jordan Spieth, die Nummer zwei, ist nicht nur amtierender Masters-Sieger, sondern wurde im vergangenen Jahr bei seiner Premiere in Ponte Vedra geteilter Vierter. Henrik Stenson, der Dritte, gewann hier 2009 und kommt mit einem Rundenschnitt von 71,19 Schlägen auf den zweitbesten Wert nach Martin Kaymer.

Deutsche und Österreicher im Feld
Außer Martin Kaymer sind in dieser Woche auch Bernhard Langer und Alex Cejka am Start. Cejka stand in Ponte Vedra kurz vor dem größten Erfolg seiner Karriere. 2009 führte er das Feld nach drei Runden mit fünf Schlägen Vorsprung an. Doch dem Druck, als Führender in die Finalrunde zu gehen, war Cejka damals nicht gewachsen. Gleich am ersten Loch verbuchte er das erste Bogey, auf der vier folgte ein Doppelbogey und nach nur acht Löchern lag er bei sechs über. Am Ende rettete er sich mit einer 79er Runde auf Platz neun. Neben den drei Deutschen ist mit Martin Wiesberger auch ein Österreicher am Start.