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Deutsche Oscar®-Preisträger

Regisseur Florian Henckel von Donnersmark erhielt 2007 den Oscar für den "Besten fremdsprachigen Film": "Das Leben der Anderen"

20.01.2019 | 00:00

Bisher gab es erst für drei deutsche Spielfilme einen Oscar®. Doch deutsche Filmschaffende mischen schon lange in Hollywood mit und haben den ein oder anderen Goldjungen entgegengenommen. Den ersten gab’s schon 1929.

Zwei Mal in Folge als "Bester Nebendarsteller" ausgezeichnet: Christoph Waltz

Gleich bei der ersten Verleihung der Geschichte ging ein Oscar® an Deutschland. Emil Jannings erhielt 1929 als bester Hauptdarsteller in den US- Stummfilmen "Der Weg allen Fleisches" und "Sein letzter Befehl" einen Goldjungen.

1947 erhielt der deutsch-amerikanische Regisseur, Schauspieler und Produzent Ernst Lubitsch einen Ehren-Oscar®. Die einzige deutsche Schauspielerin, die bisher einen Oscar® bekam ist Luise Rainer. 1937 erhielt sie die Auszeichnung für "Der große Ziegfeld" und ein Jahr später für "Die gute Erde", für die auch Karl Freund als Kameramann ausgezeichnet wurde.

2007 bekam Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck für seinen Film "Das Leben der Anderen" einen Oscar® für den besten fremdsprachigen Film. 2008 konnte man immerhin einen halben Oscar® nach Deutschland holen: Die österreichisch-deutsche Produktion "Die Fälscher"durfte sich über einen Goldjungen freuen. Ein Jahr später gab es für den Kurzfilm "Spielzeugland" einen Oscar® für Alexander Freydank.

2010 musste sich Michael Hanekes Film "Das weiße Band" leider geschlagen geben; der Regisseur gewann aber 2013 schließlich den Oscar® für den "Besten fremdsprachigen Film" "Liebe".

Mit dem Deutsch-Österreicher Christoph Waltz ("Inglourious Basterds") gewann in dem selben Jahr immerhin ein deutschsprachiger Schauspieler den Oscar® als "Bester Nebendarsteller". Ein Jahr drauf legte er noch einmal nach und gewann mit "Django Unchained" erneut als "Bester Nebendarsteller".

Zahlreiche Goldjungen fanden in der 80-jährigen Geschichte der Oscar®-Verleihung aber ihren Weg nach Deutschland - vor allem in Sachen Technik und Weiterentwicklung durfte sich Deutschland immer wieder über einen Oscar® freuen.

Neun Mal nominiert - ein Mal ausgezeichnet: Hans Zimmer

Musikalischer Dauergast

Der deutsche Komponist Hans Zimmer wurde bereits zehn Mal für einen Oscar® nominiert.1995 bekam der gebürtige Frankfurter den Goldjungen für die Filmmusik von "König der Löwen".

Franz Wachsmann durfte den Oscar® für die "Beste Filmmusik" 1951 und 1952 für "Sunset Boulevard" und "A Place in the Sun" mitnehmen. 1972  ging  ein Oscar® für die Ausstattung des Film-Musicals "Cabaret" an Rolf Zehetbauer.

Kurzfilme bevorzugt

Erst drei deutsche Spielfilme können sich mit einer Oscar®-Auszeichnung rühmen, neben "Das Leben der Anderen", "Die Blechtrommel" (1980) von Volker Schlöndorff und 2003 "Nirgendwo in Afrika" von Caroline Link. 1960 bekam der Tierforscher Professor Bernhard Grzimek für den besten Dokumentarfilm ("Serengeti darf nicht sterben") einen Goldjungen zugesprochen.

1994 ging dieser an Pepe Danquart für "Schwarzfahrer". Den Goldjungen für den "Besten Zeichentrick-Kurzfilm" holten sich 1990 Wolfgang und Christoph Lauenstein für "Balance" ab, 1997 ging dieser an Thomas Stellmach und Tyron Montgomery für "Quest".

2001 erhielt Florian Gallenberger für den Abschlussfilms seines Studiums "Quiero Ser" ("Ich möchte sein") den Oscar® für den besten Kurzfilm.

Und auch 2018 könnte wieder ein Goldjunge für den "Besten animierten Kurzfilm" folgen: Jakob Schuh und Jan Lachauer sind für ihren Zeichentrickfilm "Revolting Rhymes" ("Es war einmal ... nach Roald Dahl") nominiert.

Technik und Weiterentwicklung

In dieser Sparte kann sich Deutschland vor allem rühmen: Bereits 1955 wurde Karl Freund in der Sparte Technical Achievement Award für das Multicam-System, bei dem drei Filmkameras gleichzeitig drehen, was die Serienproduktion beschleunigte, mit einem Oscar® geehrt.
1967 gab es einen "Technik-Oscar®" für August Arnold, Ingenieur, Direktor sowie Mitinhaber der kinotechnischen Firma Arnold & Richter KG (Arri, München), für die Erfindung der ersten serienmäßig gefertigten 35-mm-Spiegelreflexkamera („Arriflex 35“). 1996  bekam die Firma Denz einen Award in der Sparte Technical Achivement für die Entwicklung einer flackerfreien Farbvideokamera.

Der Erfinder Horst Burbulla bekam 2005 den Technik-Oscar® für die Entwicklung eines Teleskop-Kamera-Krans. Die Konstrukteure Hildegard Ebbesmeier, Nicole Wemken, Michael Anderer, Udo Schauss (Schneider Optische Werke, Bad Kreuznach) erhielten nur ein Jahr später ebenfalls einen Technik-Oscar für die Entwicklung eines neuen Kino-Projektionsobjektivs.

2017 durfte sich die Münchener Firma Arri über einen Technik-Oscar® für die Entwciklung der Alexa-Digitalkamera freuen. Emmanuel Luezki hatte mit einer dieser Kameras das bildgewaltige Abenteuerepos "The Revenant - Der Rückkehrer" gedreht.

In Sachen Special Effects hatte 2018 auch ein Deutscher die Nase vorne: Gerd Nefzer heimste den Oscar für die "Besten visuellen Effekte" für "Blade Runner 2049" ein.
 

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