Wimbledon-Legenden: Die Besten aller Zeiten - von Fred Perry bis Steffi Graf
Zum dritten Mal in Folge kann Serena Williams in diesem Jahr in Wimbledon gewinnen. Insgesamt wäre es bereits der fünfte Erfolg an der Churchroad (2002, 2003, 2009, 2010) für die Amerikanerin, die bereits mit 13 Jahren ihre Profikarriere begann.
Von 2003 bis 2009 bestimmte der Schweizer Roger Federer das Geschehen in Wimbledon. Sechs Erfolge standen in sieben Jahren zu Buche. Nur 2008 musste er sich dem Spanier Rafael Nadal nach einem echten Tennis-Krimi in fünf Sätzen geschlagen geben.
Die Amerikanerin Venus Williams gehört zu den erfolgreichsten Tennisspielerinnen dieser Zeit. Im Jahr 2000 feierte sie ihren ersten Triumph in Wimbledon und ließ bis heute vier weitere folgen (2001, 2005, 2007, 2008). Zudem stand sie noch drei weitere Mal im Endspiel, unterlag jedoch jeweils ihrer Schwester Serena.
Sieben Finalteilnahmen, sieben Siege. Das ist die Bilanz von Pete Sampras in Wimbledon. Und das innerhalb von acht Jahren (1993 bis 1995, 1997 bis 2000). Der Amerikaner ist damit zusammen mit William Renshaw der erfolgreichste Einzelspieler.
Mit 22 Siegen bei Grand-Slam-Turnieren und insgesamt 377 Wochen an der Spitze der Tennis-Weltrangliste ist Steffi Graf die erfolgreichste deutsche Tennis-Spielerin. Auf dem "heiligen Rasen" an der Churchroad siegte sie sieben Mal (1988, 1989, 1991 bis 1993, 1995, 1996).
Boris Becker gewann 1985 im Alter von 17 Jahren als erster ungesetzter Spieler und als erster Deutscher beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt. Es folgten weitere Siege 1986 und 1989.
Drei Rekorde hält Martina Navratilova (Tschechoslowakei, USA) in Wimbledon. Mit ihren neun Einzeltitel (1978, 1979, 1982 bis 1987 und 1990) ist sie die erfolgreichste Teilnehmerin und ihre sechs Erfolge in Serie sind bis heute unerreicht. Zudem war Navratilova bei ihrem letzten Sieg (Mixed) im Jahr 2003 bereits 46 Jahre alt und ist damit die älteste Titelträgerin.
John McEnroe bestimmte das Tennis-Niveau in der ersten Hälfte der 80er Jahre. Von 1980 bis 1984 zog er fünf Mal in Folge in das Wimbledon-Finale ein und setzte sich drei Mal durch (1981, 1983, 1984).
Chris Evert spielte als erste Tennsispielerin die beidhändige Rückhand und war damit auch in Wimbledon siegreich (1974, 1976, 1981). Mit einer Erfolgsquote von 90 % ist die Amerikanerin bis heute die erfolgreichste Einzelspielerin.
Nur zehn Jahre dauerte die Profikarriere von Björn Borg. Doch innerhalb dieser kurzen Zeit war der Schwede kaum zu bezwingen und gewann von 1976 bis 1980 fünf Mal in Folge in Wimbledon.
Insgesamt 20 Titel holte die Amerikanerin Billie Jean King bei ihren Wimbledon-Teilnahmen, darunter in den Jahren 1966 bis 1968, 1972, 1973 und 1975 sechs Einzelerfolge.
Als Amateur gewann John Newcombe 1967 das erste Mal Wimbledon. Im Jahr darauf wurde der Australier Profi und holte sich die begehrte Trophäe auch 1970 und 1971.
Die Brasilianerin Maria Bueno war in den Jahren 1959, 1960 und 1964 in Wimbledon top und ging außerdem 1965 und 1966 als Zweitplatzierte vom Rasen. Zudem gewann sie fünf Mal die Doppel-Konkurrenz (1958, 1960, 1963, 1965, 1966).
Im dritten Versuch war Rod Laver zum ersten Mal in Wimbledon erfolgreich. Nach den Niederlagen 1959 und 1960 holte der Australier in den kommenden beiden Jahren den Sieg. Außerdem gewann er 1968 und 1969.
Maureen Connolly gewann 1952 mit 17 Jahren das erste Mal das bedeutendste Tennisturnier der Welt. Auch in den kommenden beiden Jahren war die Amerikanerin nicht aufzuhalten. Nach einem Reitunfall musste sie 1954 mit nur 19 Jahren ihre Karriere frühzeitig beenden.
Louise Brough aus Oklahoma (USA) erreichte sieben Mal das Endspiel von Wimbledon und verließ den Platz dabei vier Mal als Siegerin (1948, 1949, 1950 und 1955).
Drei Siege in Folge gelangen dem Engländer Fred Perry von 1934 bis 1936. Beim letzten Erfolg besiegte der damals 27-Jährige den Deutschen Gottfried von Cramm klar in drei Sätzen.
Als eine der besten Tennisspielerin ihrer Zeit gilt Helen Wills Moody (r.). Die Amerikanerin gewann acht Einzel in Wimbledon (1927 bis 1930, 1932, 1933, 1935 und 1938) und wurde 1969 in die Hall of Fame aufgenommen.
Suzanne Lenglen dominierte die frühen und mittleren zwanziger Jahre. Die Französin holte von 1919 bis 1923 und 1925 insgesamt sechs Mal den Titel. Außerdem siegte sie drei Mal in allen drei Konkurrenzen (Einzel, Doppel und Mixed).
Der Neuseeländer Anthony Wilding gewann von 1904 bis 1914 in Wimbledon insgesamt acht Titel, je vier im Einzel (1910 bis 1913) und Doppel (zusammen mit Brookes und Ritchie).
Sieben Mal konnte sich die Engländerin Dorothea Douglass bei elf Finalteilnahmen über den Sieg in Wimbledon freuen (1903, 1904, 1906, 1910, 1911, 1913, 1914). Bei ihrem letzten Endspiel war sie bereits 41 Jahre alt.
Arthur Gore hält den Teilnehmerrekord in Wimbledon. Bei seinen 36 Starts ging der Brite in den Jahren 1901, 1908 und 1909 als Sieger vom Platz.
Die Britin Charlotte Cooper holte fünfmal Gold beim Dameneinzel in Wimbledon. Nach den Siegen 1895, 1896, 1898 und 1901 legte sie eine Kinderpause ein und siegte mit 37 Jahren zum fünften Mal bei den englischen Meisterschaften (1908).
Das Maß aller Tennis-Dinge zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Lawrence Doherty. Fünf Mal in Folge siegte der Engländer von 1902 bis 1906.
13 Mal stand die Engländerin Blanche Bingley im Finale von Wimbledon. Doch den sechs Erfolgen (1886, 1889, 1894, 1897, 1899, 1900) stehen sieben Niederlagen, darunter fünf gegen Charlotte Dod, gegenüber.
Mit 25 Jahren gewann der Engländer Reginald Doherty (r.), hier zusammen mit seinem Bruder Lawrence, 1897 sein erstes Wimbledon-Turnier und war auch in den kommenden drei Jahren nicht zu bezwingen.
Der Niederlage im Finale 1890 folgten für Wilfred Baddeley zwei Erfolge (1891, 1892). Außerdem ging der Engländer 1895 zum dritten Mal als Sieger vom Platz.
Charlotte Dod ist eine der vielseitigsten Sportlerinnen aller Zeiten. Neben fünf Wimbledon-Siegen (1887, 1888, 1891 bis 1893) gewann die Britin auch die British Ladies Amateur Golf Championship, war Teil des britischen Hockey-Nationalteams und gewann bei den Olympischen Spielen Silber im Bogenschießen.
William Renshaw (l.) gewann von 1881 bis 1889 sieben Mal im Herreneinzel in Wimbledon und hält damit zusammen mit Pete Sampras den Rekord. Im Doppel konnte der Engländer in der gleichen Zeit mit seinem Bruder Ernest ebenfalls sieben Siege feiern.