Primera Division

20.05.2013 20:14 Uhr

Mourinho und Real gehen getrennte Wege

Jose Mourinho
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Der Abschied von José Mourinho beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist perfekt. Präsident Florentino Perez bestätigte am Montagabend die Trennung "in beiderseitigem Einvernehmen" zum Saisonende.

(sid) - Damit ist für den Starcoach der Weg frei für eine Rückkehr zum FC Chelsea. Neuer Trainer der deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira könnte Carlo Ancelotti werden, der bei Paris St. Germain bereits um eine Freigabe für einen Wechsel nach Madrid gebeten hat.
  
Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vor 200 Journalisten betonte Perez, dass es sich bei der Trannung nicht um eine Entlassung halte. Auch einen Vorvertrag mit einem neuen Trainer gebe es nicht. "Wir haben uns mit Mourinho auf dieses Vorgehen geeinigt. Wir wünschen José viel Glück für seine Zukunft, egal, wie es bei ihm weiter geht."

Zurück zu Chelsea?

Mourinhos Vertrag bei Real lief eigentlich noch bis 2016 - doch nach einer enttäuschenden Saison ohne Titel war die Kritik an dem Portugiesen immer lauter geworden. "Das ist die schlechteste Saison meiner Karriere", hatte "The Special One" nach der bitteren Pleite im Pokalfinale gegen Atlético Madrid (1:2) gesagt.

Zuvor hatte Real bereits die Meisterschaft an den überlegenen Erzrivalen FC Barcelona verloren und im Champions-League-Halbfinale gegen Borussia Dortmund den Kürzeren gezogen.
  
Alles andere als ein Wechsel zu Europa-League-Sieger Chelsea wäre nun eine Überraschung. Etwa 12 Millionen Euro pro Jahr kann Mourinho angeblich bei dem Klub verdienen, den er bereits zwischen 2004 und 2007 betreute.

Eine Aufstockung des Kaders soll es als Geschenk obendrauf geben. Pikant: Mourinho würde bei Chelsea seinen Erzrivalen Rafael Benítez ablösen - jenen Coach, der ihn 2010 bei Inter Mailand abgelöst hatte.

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