NFL
06.02.2012 06:21 Uhr
(sid) - Sebastian Vollmer hat mit den New England Patriots den Titelgewinn in der amerikanischen Football Profi-Liga NFL verpasst. Beim 46. Super Bowl verloren die "Pats" in Indianapolis gegen die New York Giants 17:21 (0:9, 10:0, 7:6, 0:6) und mussten den Traum vom vierten Titel und der geglückten Revanche für das verlorene Finale von 2008 begraben.
Offensive Tackle Vollmer, der nach langer Verletzungspause in der regulären Saison erstmals wieder zum Einsatz kam, wäre der erste deutsche NFL-Champion gewesen.
Im Duell der Star-Quarterbacks zwischen New Englands Tom Brady, der zwischenzeitlich mit 16 an den Mann gebrachten Pässen hintereinander einen Super-Bowl-Rekord aufstellte, und New Yorks Eli Manning zog Brady den Kürzeren.
Manning, der sich mit dem zweiten Super-Bowl-Ring seiner Karriere schmücken konnte, führte sein Team mit teilweise überragenden Pässen zum vierten Titelgewinn der Klubgeschichte. Der 31-Jährige brachte 30 von 40 Pässe über 296 Yards zu seinen Mitspielern und wurde als wichtigster Spieler des Finales ausgezeichnet.
"Es fühlt sich einfach gut an, den Super Bowl zu gewinnen - egal wo Du bist", sagte Manning, der ausgerechnet im Heimstadion seines großen Bruders Peyton (in Diensten der Indianapolis Colts) zu glänzen wusste.
Zwei fahrlässige Fehler der Patriots brachten die Giants im ersten Viertel in Führung. Erst warf der zu Beginn nervös wirkende Brady einen Pass weg und schenkte New York damit zwei Punkten, dann standen zwölf anstatt elf Defensiv-Spieler auf dem Platz, was dem Team von Headcoach Bill Belichick den Ballbesitz kostete.
Manning ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und warf den ersten Touchdown-Pass des Spiels.
Im zweiten Viertel hatten die Giants zwar deutlich mehr Spielanteile, die Punkte machte aber New England. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff fand "Tom Terrific" Runningback Danny Woodhead zum ersten Giants-Tochdown.
Nach der spektakulären Halbzeitshow, in der "Queen of Pop" Madonna wie eine antike Göttin gekleidet in das mit 68.658 Zuschauern ausverkaufte Lucas-Oil-Stadion einzog, übernahmen die Patriots mit dem starken Vollmer in der Offensive Line zunächst das Steuer und gingen 17:9 in Führung. Zwei Field Goals brachten New York aber wieder zurück ins Spiel.
"In der Halbzeitpause habe ich gesagt, dass wir besser spielen können - die Spieler haben zugestimmt", sagte Giants-Headcoach Tom Coughlin: "Wir kamen energiegeladen in die zweite Hälfte. Der Rest ist Geschichte." Im letzten Viertel leistete sich Brady einige leichtfertige Pässe, einer davon führte zur einzigen Interception des Spiels. Manning hingegen behielt in der nervenaufreibenden Schlussphase einen klaren Kopf und führte seine Offensive 88 Yards über das Feld und zu dem spielentscheidenden 6-Yard-Touchdown von Running Back Ahmad Bradshaw.
Manning brachte 30 von 40 Pässen über insgesamt 296 Yards zu seinen Mitspielern, darunter auch den vorentscheidenden Wurf über 38 Yards zu Mario Manningham wenige Minuten vor Schluss. Trotz seiner Leistung, die die seines Gegenübers Tom Brady in den Schatten stellte, zeigte sich Manning bescheiden: "Es war ein großes Spiel mit zwei großartigen Teams. Es wurden einige starke Spielzüge gemacht."