"Kinder unter 3 Jahren sollten grundsätzlich gar nicht fernsehen. Laute Geräusche und rasch wechselnde Szenen können sie leicht überfordern. Eltern sollen ihre Kinder daher nie alleine fernsehen lassen, und auch nur solche Inhalte auswählen, die ohne Altersbeschränkung freigegeben sind" (im Fernsehheft mit „OA“ gekennzeichnet).
"Im Vorschulalter können Kinder mit wachsendem Interesse und Verständnis Handlungen erfassen. Dabei schaffen sie es aber noch nicht, zwischen der filmischen Fiktion und der Wirklichkeit zu unterscheiden. Die Biene Maja und Wickie und die starken Männer sind gute Beispiele für Angebote, die die Kleinen anregend unterhalten."
"Auch im Grundschulalter kann das kindliche Gehirn nur eine begrenzte Menge an Informationen verarbeiten. Zusammenhänge werden zwar immer klarer chronologisch erfasst, Ursache und Wirkung einer Handlung bleiben jedoch oft verschlossen. Geschichten, die sich um den Alltag der Altersgenossen drehen, wecken besonderes Interesse."
"Gegen Ende der Grundschulzeit verstehen Kinder komplexe Handlungen, erkennen klar den Unterschied zwischen Realität und Fiktion und können sich in Figuren hineinversetzen. In diesem Alter interessieren sie sich auch zunehmend für gruselige Inhalte: Durch das Erleben von Angst und Spannung lernen Kinder, mit eigenen Gefühlen umzugehen."
"An der Schwelle zur Pubertät entwickeln die Heranwachsenden ihre eigenen Vorlieben. Das müssen sie, aller Fürsorge zum Trotz, auch dürfen. Ob Daily Soap, Teenie-Komödie oder Casting-Shows - ältere Kinder nutzen Fernsehen zur Unterhaltung oder um einfach auf dem Schulhof mitreden zu können. Also kein Grund zur Sorge, solange man mit seinem Kind über dessen Fernsehvorlieben im Gespräch bleibt."