Meisterehren und Relegationsfrust
Auslaufen und einen verletzungsfreien Saisonabschluss hinlegen, heißt es für das Gros der 18 Teams. Spannend bleibt der Kampf um den Meistertitel der 2. Liga zwischen Kaiserslautern und St. Pauli sowie das rasante Relegationsduell zwischen Frankfurt und Rostock. Alle Matches des 34. Spieltags präsentiert Sky am 9. Mai ab 14:00 Uhr einzeln live und in der packenden Konferenz! Als Moderator am Start: Michael Leopold. Achtung – besonderer Service für alle Bayern-Fans: Sky wird während der Übertragung aus dem Studio im Fritz-Walter-Stadion live und aktuell zum Meisterkorso der Münchner schalten!
Die Vorschau auf die Partien des 34. Spieltags: 1. FC Kaiserslautern – FC Augsburg,
Kommentar Konferenz: Matthias Stach,
Kommentar Einzelspiel: Jürgen Schmitz. Am Sonntag lässt es Kaiserslautern so richtig krachen! Nach dem Match gegen Augsburg steigt die große Aufstiegsfeier am Betzenberg. Am liebsten mit dem Zweitliga-Meistertitel in der Tasche. Bei zwei Punkten Vorsprung auf St. Pauli muss ein Sieg her, um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen. Beim FC Augsburg konzentriert man sich nach dem 1:0 gegen 1860 München voll und ganz auf die anstehenden Relegationsspiele gegen den Drittletzten der Bundesliga. „Wir haben den ersten Schritt getan", sagte Trainer Jos Luhukay, „jetzt müssen wir abwarten, gegen wen es in der Relegation geht und noch mal voll angreifen!"
FC St. Pauli – SC Paderborn,
Konferenz: Martin Groß,
Einzelspiel: Heiko Mallwitz. „Ich gratuliere der Bundesliga ganz bescheiden zum FC St. Pauli", sagte Pauli-Sportchef Helmut Schulte, nachdem der Aufstieg durch das 4:1 bei Greuther Fürth in trockenen Tüchern war und versprach der Konkurrenz für die nächste Saison „freudvolle Spiele am Millerntor. Jeder darf sich auf diesen Farbtupfer freuen!" Doch davor wollen die „Kiezkicker" ihren Fans zum Saisonabschluss gegen Paderborn ein Fußballfest bieten. „Mit viel Herz und Leidenschaft und hoffentlich einer Menge Tore", so Cheftrainer Holger Stanislawski.
Fortuna Düsseldorf – Hansa Rostock,
Konferenz Konferenz: Roland Evers,
Einzelspiel Einzelspiel: Ulli Potofski. Trotz einer tollen Spielzeit herrscht bei Fortuna Düsseldorf Katerstimmung vor. Insgeheim hatte man bei F95 mit dem Relegationsplatz geliebäugelt. Dass am Ende „nur" Platz vier herausspringt, ist dennoch ein Riesenerfolg, wie auch Trainer Norbert Meier bestätigt: „Natürlich schauen wir mit einem weinenden Auge auf die Tabelle, aber hätte uns vor der Saison jemand den vierten Rang angeboten, hätte ich sofort unterschrieben." Für Hansa Rostock geht es in der Esprit-Arena ums nackte Überleben. Die Ostseestädter brauchen einen Sieg, bei gleichzeitigem Punktverlust des FSV Frankfurt, wollen sie die „Bornheimer" noch überholen und der Abstiegsrelegation entgehen.
FSV Frankfurt – TuS Koblenz,
Konferenz: Oliver Seidler,
Einzelspiel: Andreas Renner.Der FSV Frankfurt hat nach dem 0:0 bei Ahlen im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin alles selbst in der Hand. „Wir müssen einfach nur gegen Koblenz gewinnen und dann kann Rostock machen, was es will", sagt Trainer Hans-Jürgen Boysen vor dem Kellerduell gegen die bereits als Absteiger feststehende TuS Koblenz. Das Hinspiel gewannen die „Bornheimer" dank eines verwandelten Foulelfmeters von Jürgen Gjasula 1:0. Die Gesamtbilanz spricht mit zwei Siegen und einem Remis für den FSV und ein Happy End im Frankfurter Volksbank-Stadion.
Karlsruher SC – SpVgg Greuther Fürth,
Konferenz: Oliver Faßnacht,
Einzelspiel: Martin Sedlacek. Im Endspurt zeigt der Karlsruher SC seine Klasse. Seit sechs Spielen sind die Badener ungeschlagen, feierten beim MSV Duisburg einen souveränen 1:0-Erfolg. „Schade, dass wir erst so spät unsere Form gefunden haben", meinte Torschütze Anton Fink nach dem sechsten Auswärtstriumph. Eine Klatsche kassierte die SpVgg Greuther Fürth im letzten Heimspiel der Saison. Mit 1:4 gingen die „Kleeblättler" gegen den FC St. Pauli unter. Die Bilanz von jeweils neun Niederlagen und Remis bei 18 Pleiten gegen den KSC verspricht den Franken ein weiteres Negativerlebnis.
Alemannia Aachen – MSV Duisburg,
Konferenz: Torsten Kunde,
Einzelspiel: Markus Jestaedt.
Bei Alemannia Aachen laufen seit Wochen die Planungen für die nächste Saison. Konsequenz: Die Elf zeigt sich leblos und blutleer. Das 1:2 in Paderborn grenzte teilweise an Arbeitsverweigerung. Ähnlich präsentierte sich der MSV Duisburg gegen den Karlsruher SC. Die „Zebras" erledigten ihren Job im Schritttempo und verloren 0:1. Bekanntlich macht minus mal minus plus, sodass die Fans auf dem Tivoli vielleicht doch einen packenden und torreichen Saisonabschluss serviert bekommen.
Arminia Bielefeld – RW Oberhausen,
Konferenz: Marcel Meinert,
Einzelspiel: Stefan Hempel.
Sportliche Aspekte spielen bei Arminia Bielefeld seit Wochen nur eine Nebenrolle. Der Klub sitzt auf einem Schuldenberg von zwölf Millionen Euro und braucht dringend eine Finanzspritze, um der Insolvenz zu entgehen und die Lizenz für die nächste Saison zu bekommen. Nun sollen es Sponsoren, die Stadt und die Arminia gemeinsam richten, sonst „muss der Verein Insolvenz anmelden", so Präsident Wolfgang Brinkmann. In ruhigerem Fahrwasser bewegt sich RW Oberhausen. Der Klassenerhalt ist gesichert und die Planungen für die nächste Spielzeit laufen auf Hochtouren.
FC Energie Cottbus – RW Ahlen,
Konferenz: Sven Schröter,
Einzelspiel: Karsten Petrzika.
Charakterstärke bewies Energie Cottbus bei Hansa Rostock. Obwohl die Lausitzer den Klassenerhalt bereits eingetütet hatten, erkämpfte die Wollitz-Elf ein 0:0. „Ich will nicht, dass man uns Wettbewerbsverzerrung vorwirft", erklärte Trainer „Pele" Wollitz. Gegen Schlusslicht RW Ahlen sollen „meine Jungs noch einmal alles geben und den Fans ein Spektakel bieten", so der 44-jährige Übungsleiter der „Rot-Weißen".
TSV 1860 München – 1. FC Union Berlin,
Konferenz: Sascha Roos,
Einzelspiel: Markus Gaupp. Den Willen konnte man dem TSV 1860 München beim 0:1 in Augsburg nicht absprechen. Trotzdem liegt eine weitere, enttäuschende Saison hinter den Münchner „Löwen". Statt des angepeilten Aufstiegs versinken die „Blauen" wie immer in den vergangenen Jahren im grauen Niemandsland der Tabelle. Feucht-fröhlich ging es nach dem 3:0 gegen Arminia Bielefeld bei Union Berlin zu. Die „Eisernen" ließen ihrer Freude über den endgültigen Klassenerhalt freien Lauf und 17.000 Fans im Stadion an der Alten Försterei schmetterten „Nie mehr 3. Liga!"