Zurück in die Champions League?!
Von 2004 bis 2009 spielte Werder Bremen fünf Jahre lang ununterbrochen in der Champions League mit. In der vergangenen Saison stürzte der Klub auf Platz zehn in der Bundesliga ab und konnte sich nicht wieder für die Königsklasse qualifizieren. Lange sah es auch in dieser Spielzeit so aus, als ob die Bremer ein weiteres Jahr zuschauen müssten. Bis Werder am vergangenen Wochenende den dritten Platz eroberte und nun natürlich nicht mehr aus der Hand geben will. Am Samstagabend trifft der SVW im „Top-Spiel der Woche“ auf den 1. FC Köln. Sky überträgt das Duell live. Sky Moderator Patrick Wasserziehr begrüßt Sie und den Experten Stefan Effenberg um 18:10 Uhr aus dem Weser-Stadion, Tom Bayer ist Ihr Kommentator.
Fünf Jahre in Folge belegte der SV Werder Bremen in der Bundesliga stets einen der ersten drei Plätze. 2004 wurden die Bremer Deutscher Meister, 2006 und 2008 rangierten sie am Ende auf dem zweiten Platz und 2005 sowie 2007 wurden sie jeweils Dritter. In diesen beiden Jahren lösten sie das Ticket für die Champions League über den Umweg der Qualifikation gegen Basel bzw. Zagreb. Für einen Verein wie Werder ist es ein außerordentlicher Erfolg, fünf Jahre in Folge an der Königsklasse teilzunehmen.
Werder hat die Nase vorn
Umso überraschender war nach diesen erfolgreichen Jahren der jähe Absturz auf Platz zehn in der vergangenen Saison. Weil Werder aber immerhin den DFB-Pokal gewann, mischte die Mannschaft international in der Europa League mit. Mehr als der zweite internationale Wettbewerb schien auch in diesem Jahr lange nicht drin zu sein. 13 Zähler betrug der Rückstand zeitweise auf den dritten Rang. Seit dem vergangenen Wochenende haben die Bremer im Kampf um die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation die Nase vorn, wenn auch nur mit vier Treffern vor Bayer Leverkusen. Trotzdem: „Wir sind lieber die Gejagten und haben es selbst in der Hand“, freut sich Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs über die neue Ausgangssituation.
Und auch Trainer Thomas Schaaf findet es im Saisonfinale „sehr reizvoll, Platz drei zu sichern“. Das wird allerdings alles andere als einfach, da die Bremer ein schweres Restprogramm haben. Nach der Partie gegen Köln warten noch der Tabellenzweite Schalke und das hitzige Nord-Derby gegen den HSV. „Ich hoffe, keiner denkt nur an die letzten beiden Spiele und vergisst Köln“, warnt Schaaf seine Spieler davor, den nächsten Gegner zu unterschätzen. Platz elf hört sich vielleicht nicht so beeindruckend an. Wenn man aber weiß, dass der FC 23 seiner 37 Zähler auswärts geholt hat, ahnt man, dass man es mit einer kompakt stehenden, konterstarken Mannschaft zu tun bekommt.
Respekt vor der Kölner Auswärtsstärke
Gegen die nimmt man einen Sieg „nicht mal eben so mit“, weiß Schaaf. Der 48-Jährige hat Respekt vor der Kölner Spielanlage. Er geht davon aus, dass der Gegner die Räume eng machen und sehr kompakt stehen wird, um jeden Fehler der Bremer auszunutzen, um „zu kontern und schnell nachzurücken“. Mit dieser Taktik hat der FC in der Fremde bereits sechsmal gewonnen und erst viermal verloren. Und mit welchem Mittel will Schaaf den Kölnern begegnen? „Selbst viel Druck erzeugen, dass es gar nicht erst zu solchen Situationen kommt.“