Die 83. Academy Awards wurden vergeben. Eines vorweg: Der ganz große Gewinner blieb dieses Mal aus. "The King´s Speech" (zwölf Nominierungen) und "Inception" (acht Nominierungen) gewannen jeweils vier Oscars.
Allerdings gewann "The King´s Speech" - neben dem Oscar für das beste Drehbuch - in den Kategorien "Bester Film", "Bester Hauptdarsteller" und "Beste Regie" und konnte sich damit einige der Prestige-trächtigsten Auszeichnungen sichern. Ausnahmslos alle Preisträger hielten dieses Mal ihre Tränen zurück, auch wenn das einigen, wie zum Beispiel Natalie Portman und Christian Bale, sichtlich schwer viel.
Enttäuscht waren sicherlich die Beteiligten von "True Grit" und "127 Hours". Die Filme gingen mit zehn ("True Grit") beziehungsweise sechs Nominierungen ("127 Hours") ins Rennen - und gewannen keinen einzigen Goldjungen.
Enttäuschend war auch, dass Bernd Eichinger nicht erwähnt wurde, als Celine Dion "Smile" sang und ein Video mit den verstorbenen Hollywood-Legenden, Schauspielern und Filmemachern- und Schaffenden wie Tony Curtis, Blake Edwards, Dennis Hopper oder Leslie Nielsen gezeigt wurde. Wer hat da bloß geschlafen?
Bewusst gegen die Regeln verstoßen hat Melissa Leo, die den Oscar als beste Nebendarstellerin für "The Fighter " bekam. Sie sagte in ihrer Dankesrede - gefolgt von Applaus - das F-Wort.
Unter Umständen wird das in den USA noch längere Diskussionen nach sich ziehen, wenn der Cutter nicht sowieso schon rechtzeitig am Werk war (Stichwort: Zeitversetzte Ausstrahlung seit "Nipplegate"). In Europa wird das Thema wohl kaum auf öffentliches Interesse stoßen und so lässt sich festhalten: Die Veranstaltung lief völlig reibungslos und friedlich ab, wie es Anne Hathaway vorher versprach (siehe hier).
Bemerkenswert noch aus deutscher Sicht: Nach der Krake Paul konnte auch das orakelnde Opossum Heidi auf ganzer Linie überzeugen: Ihre getippten Oscars für die Hauptdarsteller (Natalie Portman und Colin Firth) trafen ins Schwarze.
Auf Sky.de begleiteten wir die Oscar-Verleihung live im Ticker. Lesen Sie unten über die Highlights des Abends. Je aktueller, umso weiter oben steht der Text.
Außerdem: Alle Gewinner und die Anzahl der Oscars verteilt auf die einzelnen Filme (siehe Reiterkarte zwei "Alle Gewinner") und die Trailer (siehe Reiterkarte drei "Trailer") zu einem Großteil der Filme.
Mit "Somewhere Over the Rainbow" und allen Oscar-Gewinnern noch einmal auf der Bühne - sind die 83. Academy Awards beendet. James Franco und Anne Hathaway führten souverän und mit Humor durch einen gelungen Oscar-Abend. Über jeweils vier Goldjungen können sich die Teams von "The King's Speech" und "Inception" freuen.
Jetzt auf der Bühne Steven Spielberg: Er vergibt den Goldjungen für den "Besten Film": "The King's Speech"
Die Oscar-Gewinnerin von 2010, Sandra Bullock, übergibt den Oscar an den "Besten Hauptdarsteller": Colin Firth für "The King's Speech".
Der Oscar-Gewinner von 2010, Jeff Bridges, übergibt den Goldjungen an die "Beste Hauptdarstellerin": die große Favoritin Natalie Portman für "Black Swan".
Und wieder ein Oscar in der Hauptkategorie: Oscar-Gewinnerin Hilary Swank stellt Oscar-Gewinnerin und Regisseruin Kathryn Bigelow vor. Die beiden vergeben den Oscar für die "Beste Regie" an Tom Hooper für "The King's Speech".
Moderatorin Anne Hathaway hat wieder einmal ihr Kleid gewechselt und sieht in jedem bezaubernd aus.
Celine Dion singt "Smile": ein Tribut an verstorbene Filmschaffende. Oscar-Gewinnerin Halle Berry macht dabei noch einmal besonders auf Schauspielerin und Bürgerrechtlerin Lena Horn aufmerksam. Erstaunlicherweise nicht genannt: Bernd Eichinger.
Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson stellt zwei der nominierten Filmsongs vor: A.R. Rahman und Dido singen "If I Rise" von "127 Hours" . Gwyneth Paltrow singt "Coming Home" aus "Country Strong". Der Oscar geht an den schon oft nominierten Randy Newman für "We belong together" aus "Toy Story 3".
Robert Downey Jr. und Jude Law übereichen den Oscar für "Beste visuelle Effekte" an "Inception": Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley und Peter Bebb. Der Oscar für den "Besten Schnitt" geht an "The Social Network": Kirk Baxter und Angus Wall.
Jetzt auf der Bühne: Oprah Winfrey. Sie überreicht den Oscar für die "Beste Dokumentation" an "Inside Job" von Charles Ferguson.
Jake Gyllenhaal und Amy Adams überreichen den Oscar für die besten Dokumentar-Kurzfilm: Karen Goodman und Kirk Simon für "Strangers No More". Der Oscar für den besten Kurzfilm geht an "God of Love" von Luke Matheny.
Cate Blanchett überreicht den Oscar für das "Beste Make-up". Die Gewinner: Rick Baker und Dave Elsey für "Wolfman". Der Oscar für das Kostümdesign geht an Colleen Atwood und "Alice im Wunderland".
Matthew McConaughey und Scarlett Johansson überreichen den Oscar für den besten Sound: Lora Hirschberg, Gary Rizzo und Ed Novick sichern sich den Award für "Inception". Der Film sichert sich auch gleich den Oscar für den besten Tonschnitt - er geht an Richard King.
Der Oscar für die beste Filmmusik wird von Hugh Jackman und Nicole Kidman überreicht und geht an: Trent Reznor und Atticus Ross für "The Social Network".
Wieder ein Oscar in einer der Hauptkategorien: Der Oscar für den besten männlichen Nebendarsteller wird von Reese Witherspoon an Christian Bale für "The Fighter" überreicht. Er gewann ebenfalls den "Golden Globe" und war einer der Favoriten. Beim Dank an die Familie muss selbst ein Kerl wie Christian Bale mit den Tränen kämpfen.
Russell Brand und die Oscar-Gewinnerin Helen Mirren überreichen den Oscar für den besten fremdsprachigen Film an "In einer besseren Welt". Der dänische Film gewann bereits bei den "Golden Globes".
Ganz in Weiß: Josh Brolin und Javier Bardem überreichen den Oscar für das "Beste adaptierte Drehbuch". Der Gewinner: Aaron Sorkin für "The Social Network". Der Gewinner für das beste Originaldrehbuch ist: David Seidler für "The King´s Speech".
Justin Timberlake und Mila Kunis betreten die BÜhne, um die Oscars "Bester Animationsfilm" und "Bester animierter Kurzfilm" zu vergeben. Der Oscar für den Kurzfilm geht an "The Lost Thing". Der Oscar für den besten Animationsfilm geht an: "Toy Story 3".
Ein bewegender Moment: Die Hollywood-Legende Kirk Douglas (94) betritt die Bühne, lässt seinen Charme bei Anne Hathaway spielen und begeistert das Publikum mit seinem Humor. Er überreicht den Oscar für die "Beste Nebendarstellerin": Der Oscar geht an Melissa Leo für "The Fighter". Sie ist den Tränen nahe (oder ist das nur gespielt?) - und freut sich sichtlich, bei den Awards das F-Wort zu sagen...
Wo Hanks schonmal auf der Bühne ist, überreicht er auch gleich den zweiten Oscar. Den Oscar für die "Beste Kamera" erhält: Wally Pfister für "Inception".
Tom Hanks hat die Bühne betreten, um den Oscar für die das beste Szenenbild. Die Gewinner: Robert Stromberg und Karen O´Hara für "Alice im Wunderland"!
In einem Video sind Anne Hathaway und James Franco Teil der zum besten Film nominierten Filme und geben einen Vorgeschmack auf ihre Moderation: Selbstironisch, nicht unter der Gürtellinie und friedlich, wie Hathaway es selbst angekündigt hat.
Die Awards haben begonnen! Tom Hanks wird gleich den ersten Oscar überreichen.
Endlich ist es soweit: Die 83. Academy Awards stehen kurz bevor. Pink ist das neue rot: Die Schauspieler werden diesmal auf dem pinken Teppich empfangen - da musste auch Justin Timberlake staunen, als er die Farbe sah.
Ansonsten bleibt alles beim Alten: Die Frauen sehen zauberhaft aus (sehen Sie die schönsten Kleider in der Bildergalerie), genießen ihren großen Auftritt und Christian Bales Bart ist, zum Leidwesen seiner weiblichen Fans, immer noch dran. Vielleicht kommt er erst bei einem Oscar-Gewinn wieder ab?
Bester Film: "The King´s Speech" (Iain Canning, Emile Sherman und Gareth Unwin).
Bester Hauptdarsteller: Colin Firth "The King´s Speech".
Beste Hauptdarstellerin: Natalie Portman "Black Swan".
Beste Regie: Tom Hooper für "The King´s Speech".
Bester Nebendarsteller: Christian Bale für "The Fighter".
Beste Nebendarstellerin: Melissa Leo für "The Fighter".
Beste Kamera: Wally Pfister "Inception".
Bestes Szenenbild: Robert Stromberg und Karen O´Hara "Alice im Wunderland"
Bestes adaptiertes Drehbuch: Aaron Sorkin "The Social Network"
Bestes Originaldrehbuch: David Seidler "The King´s Speech“
Bester Animationsfilm: "Toy Story 3" von Lee Unkrich.
Bester animierter Kurzfilm: "The Lost Thing" (Shaun Tan und Andrew Ruhemann).
Beste Filmmusik: Trent Reznor und Atticus Ross für "The Social Network".
Bester Filmsong: Randy Newman für "We belong together" ("Toy Story 3").
Bester Ton: Lora Hirschberg, Gary Rizzo und Ed Novick für "Inception".
Bester Tonschnitt: Richard King für "Inception".
Beste visuelle Effekte: Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley und Peter Bebb für "Inception".
Bester Schnitt: Kirk Baxter und Angus Wall "The Social Network".
Bester fremdsprachiger Film: Susanne Bier (Dänemark) für "In a better World".
Bestes Kostümdesign: Colleen Atwood für "Alice im Wunderland".
Bestes Make-up: Rick Baker und Dave Elsey für "Wolfman".
Bester Kurzfilm: "God of Love" von Luke Matheny.
Beste Dokumentation: Charles H. Ferguson für "Inside Job".
Bester Dokumentar-Kurzfilm: Karen Goodman und Kirk Simon für "Strangers No More".