Bundesliga

16.02.2012 12:39 Uhr

Tuchel heizt das Duell mit Hoffenheim an

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Trainer Thomas Tuchel vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 hat seinen Kollegen Markus Babbel vor dem Duell bei 1899 Hoffenheim zumindest indirekt angegriffen. Dass ein Coach in einer Saison unterschiedliche Klubs trainiert, sieht Tuchel kritisch.


(sid) - Wenn Markus Babbel seine Vereine weiter im Tempo der vergangenen Jahre wechselt, wird es mit dem Platz für Tätowierungen demnächst eng werden.

Babbels Kollege Thomas Tuchel vom FSV Mainz 05 würde sich bei einem ähnlichen "Klub-Hopping" jedenfalls nicht wohl in seiner Haut fühlen und hat den neuen Coach von 1899 Hoffenheim vor dessen Bundesliga-Heimdebüt am Freitag gegen den FSV (ab 20.15 Uhr live auf Sky) indirekt angegriffen. "Man trifft mittlerweile mehrmals in einer Saison den gleichen Trainer - nur bei unterschiedlichen Vereinen. Das ist keine gute Entwicklung", sagte Tuchel.

Es bleibt ein fader Beigeschmack

Gute Freunde dürften Tuchel und Babbel, der sich die Wappen seiner Klubs in der Vergangenheit immer in die Haut stechen ließ, nach dieser Spitze nicht mehr werden. Und obwohl Tuchel vielleicht nur sauer war, weil sein Weg nach Sinsheim zum Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:1) aufgrund der Entlassung von Holger Stanislawski umsonst war ("Alles, was bis letzte Woche war, ist durch den Trainerwechsel hinfällig"), hat das Engagement Babbels im Kraichgau tatsächlich einen faden Beigeschmack.

Rund um das edle und hochmoderne TSG-Trainingsgelände in Zuzenhauen, das den Europameister und UEFA-Cup-Sieger von 1996 an einen seiner Ex-Klubs erinnert ("Die Bedingungen bei 1899 Hoffenheim sind von der Infrastruktur her mit denen bei Bayern München vergleichbar"), liegt seit der Verpflichtung des 51-maligen Nationalspielers ein Hauch von Söldnertum in der Luft.

Und das liegt nicht nur daran, dass Babbel bereits drei Tage vor dem Rauswurf seines Vorgängers mit den Hoffenheimern Kontakt aufgenommen hatte.

Babbel kritisierte jüngst noch Hoffenheim

Schließlich hat Babbel, der bei Hertha BSC Berlin nach der Schlammschlacht mit Manager Michael Preetz im Anschluss an das 1:1 im letzten Hinrundenspiel in Hoffenheim entlassen worden war, seinen neuen Arbeitgeber vor wenigen Wochen noch heftig attackiert. "Hoffenheim ist in dieser Hinsicht besonders aggressiv. Es geht nicht, dass 14- oder 15-jährige Kinder aus ihrem Umfeld gerissen werden und weit weg ziehen", sagte der frühere Innenverteidiger damals mit Blick auf die Verpflichtung eines 13-Jährigen aus Berlin.

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