Bundesliga

02.02.2012 17:08 Uhr

"Schade, dass man Ballack skalpiert"

Steffen Freund
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Der Sky-Experte und frühere Fußball-Nationalspieler Steffen Freund hat Michael Ballack geraten, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen.

 

(Sky Sport News HD) - "Michael Ballack ist jetzt 35 und nicht mehr der Führungsspieler. Ich finde es schade, dass man ihn jetzt skalpiert", sagte Freund im Studio von Sky Sport News HD und forderte: "Michael ist ein Typ und sollte das selbst in die Hand nehmen. Wenn er sich für Bayer entscheidet, dann muss er 100 Prozent geben. Sein Berater spielt momentan sicherlich keine positive Rolle."

"Vom gescheiterten Projekt zu sprechen, war unnötig"

Gleichzeitig kritisierte Freund die Aussagen von Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser: "Vom gescheiterten Projekt Ballack zu sprechen, war völlig unnötig und die falsche Aussage."

Begeistert ist Freund dagegen von der Spannung im Kampf um die deutsche Meisterschaft: "Wir haben vier Mannschaften, die um den Titel kämpfen. Das ist etwas Wunderschönes und tut allen gut. Bayern München ist mein Topfavorit. Natürlich drücke ich wegen meiner Vergangenheit Borussia Dortmund und Schalke 04 die Daumen. Dortmund hat den Vorteil, dass man sich voll auf die Bundesliga konzentrieren kann. Außenseiter Borussia Mönchengladbach ist die Überraschung der Saison."

"DFB-Team ist reif für den Titel"

Bundestrainer Joachim Löw und der DFB-Elf traut Freund bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine den Titelgewinn zu. "Die Nationalmannschaft spielen zu sehen, ist eine einzige Freude. In den vergangenen Jahren ist etwas gewachsen, das Team ist reif für den Titel", sagt Freund, der 1996 in England mit der Nationalelf den bis dato letzten EM-Titel für Deutschland gewann.

Bereits im vierten Jahr arbeitet der 42 Jahre alte Freund als Trainer im DFB-Nachwuchsbereich. "Deutschlands Talente auszubilden, ist eine sehr schöne Aufgabe. Das bereitet mir sehr viel Spaß und macht mich stolz", so der U 16-Coach: "Der DFB investiert Millionenbeträge und setzt auf die Karte Nachwuchs."

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