Bundesliga

15.02.2012 11:32 Uhr

Rummenigge setzt auf Robbens Egoismus

Arjen Robben und Karl-Heinz Rummenigge
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Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich in der Debatte um Superstar Arjen Robben gegen "Kaiser" Franz Beckenbauer (zum Video) gestellt - und er kritisiert die Schiedsrichter.

 

(sid/dpa) - "Als ich die Egoismus-Diskussion um Robben gesehen habe, dachte ich mir: Hoffentlich spielt er bald wieder so egoistisch wie früher", sagte Rummenigge im Interview mit der Sport Bild.

"Wir sind alle total von Arjen überzeugt, auch wenn er mal auf der Bank sitzt", sagte Rummenigge. "Um unsere Ziele zu erreichen, brauchen wir ihn. Christian Nerlinger hat deshalb bereits mit seinem Vater, der Arjen berät, ein Gespräch geführt. Unser Signal war klar: Wir sind bereit, den Vertrag zu verlängern."

Robben "zu mannschaftsdienlich"

Für seinen Geschmack habe der niederländische Nationalspieler "zuletzt fast zu mannschaftsdienlich gespielt. Die Diskussion hat negative Spuren an ihm hinterlassen. Oft hat er fast krampfhaft versucht, den Ball abzulegen, um das Image loszuwerden", sagte der Bayern-Boss.

Rummenigge: "Individualisten wie Ribéry und Robben müssen egoistisch spielen, sonst verlieren sie an Qualität."

Rummenigge sieht Bayern durch Schiris benachteiligt

Indes sieht Rummenigge den FC Bayern im Bundesliga-Titelkampf ab und an durch die Schiedsrichter benachteiligt.

"Mir fällt auf, dass die Schiedsrichter im Moment eigenartig pfeifen. Wenn beispielsweise der Herr Kircher in Hamburg ein korrekt erzieltes Tor gibt, dann hätten wir erst gar nicht die Tabellenführung eingebüßt. Man hat manchmal den Eindruck, dass es heißt: Im Zweifelsfall contra Bayern!", sagte er.

Bayern ist ein Kauf-Klub

In Bezug auf die langfristigen Verträge seiner Stars sieht Rummenigge den FC Bayern dagegen "in einer glücklichen Lage". Der Rekordmeister sei nicht erpressbar.

Der Fall Franck Ribéry, für den der FC Chelsea vor Jahren angeblich 50 Millionen Euro bot, habe demonstriert: "Wir sind selbst ein großer Klub! Kein Verkauf-, sondern ein Kaufklub. Seitdem hat ganz Europa großen Respekt vor Bayern. Ob Real, Barcelona oder Manchester United - alle wissen: An Bayern-Spieler brauchen wir nicht ranzugehen."

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