Bundesliga

13.02.2012 16:45 Uhr

"Preetz wird es nicht heil überstehen"

Jan Aage Fjoertoft
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Sky Experte Jan Aage Fjörtoft erinnern die Ereignisse in Berlin und Köln an eine Seifenoper. Mit einem womöglich schlimmen Ende.

Die Situation bei Hertha ist sehr, sehr ungewöhnlich und ich glaube nicht, dass Michael Preetz diese Sache heil überstehen wird. Es erinnert mich jetzt schon stark an eine Soap-Opera oder Big Brother. Wenn jetzt noch Holger Stanislawski der Nachfolger von Michael Skibbe werden sollte, dann wäre es die perfekte Fußball-Seifen-Oper.

Im Titel-Thriller ist der FC Bayern gerade nicht in der absoluten Favoritenrolle: Was den Münchenern am meisten Angst machen dürfte, ist der Enthusiasmus und die Freude, mit der die Gegner Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach spielen und gewinnen. Die Bayern haben zwar souverän und verdient gegen Kaiserslautern gewonnen – aber sie zeigen nicht dieses Engagement wie die beiden Borussias. Und weil Bayern im Moment nicht Tabellenführer ist, sprechen trotz des Sieges alle über die Probleme mit Arjen Robben. Das ist auch ein bisschen die Psychologie des deutschen Fußballs.

Probleme für Podolski

Probleme gibt es derzeit auch beim 1. FC Köln. Dort hat man Lukas Podolski mit dem Versprechen geholt, dass er die Hauptrolle in einem Hollywood-Film spielen wird. Aber was wir jetzt dort sehen ist auch nur eine schlechte Soap-Opera. Und irgendwann reicht es dann auch Lukas Podolski. Man kann verstehen, dass er seinen Frust mal rauslassen muss. Ob es klug war, das in einem Interview kurz vor dem Spiel gegen Hamburg zu tun, ist eine andere Frage.

Unter dem Strich braucht der 1. FC Köln Lukas Podolski aber mehr als "Poldi" den Verein. Er hat es bestimmt auch nicht nötig, über so ein Interview seinen Abgang vorzubereiten. Mit seinem linken Fuß und seinem Torriecher könnte er in jedem Verein der Welt spielen.

Fans sollte man nicht unterschätzen

Man sollte beim FC jetzt jedenfalls schleunigst aufhören mit diesen peinlichen Streitereien – auch aus Respekt gegenüber den Fans.

Fußball-Fans sollte man nicht unterschätzen. Die verstehen genau, was los ist. Wenn man zum Beispiel nach fünf Spielen den Trainer feuert, dann weiß jeder, dass nicht nur beim Trainer etwas falsch läuft.

Jan Aage Fjörtoft

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