Der eigenbrötlerische Kriminalinspektor Marc Ferrot (Yves Montand) lernt die Dekorateurin Sylvia (Stefania Sandrelli) kennen. Vom ersten Augenblick an ist er fasziniert von der jungen Frau. Und bald entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre, die Sylvia aber unter allen Umständen geheim halten will. Was Ferrot nicht ahnt: Sylvia hat auch ein Verhältnis mit seinem Vorgesetzten, Hauptkommissar Ganay (François Périer), der sie einst aus dem Rotlichtmilieu befreite. Als Sylvia sich von Ganay trennen will, kommt es zum Streit: Rasend vor Wut erschlägt er sie. Angestachelt von seiner Frau (Simone Signoret), verwischt Ganay alle Spuren und beauftragt ausgerechnet Ferrot mit dem Fall. Der steckt schon bald in der Klemme, denn alle Beweise deuten auf den mysteriösen Liebhaber der Toten: ihn selbst. Ferrot hat nur eine Chance: Er muss Sylvias wahren Mörder finden, bevor ihm seine Kollegen auf die Schliche kommen.
Mit dem melancholischen Polizeithriller etablierte sich Alain Corneau ("Wahl der Waffen") als einer der großen Regisseure des französischen Kriminalfilms der 70er- und 80er-Jahre. Frankreichs Chanson-Legende Yves Montand glänzt als verschlossener Bulle in einer seiner besten Rollen und auch die Nebenparts sind mit der großartigen Simone Signoret, Stefania Sandrelli ("Scheidung auf italienisch") und Mathieu Carrière ("Die flambierte Frau") exzellent besetzt. Für den Schnitt erhielt der Film den César, das französische Pendant zum Oscar, der düstere Soundtrack von Georges Delerue wurde nominiert.