Buried - Lebend begraben

Mo 21.05.12 13:45  Uhr, Sky Action & Sky Action HD

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Originaltitel: Buried
Thriller, E, F, USA 2009, 92 Min., FSK 16

Albtraum unter der Erde: LKW-Fahrer Paul (Ryan Reynolds) erwacht in einer dunklen Kiste. Schnell dämmert ihm, dass er lebendig begraben wurde. Seine einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Smartphone. Während Paul an den Verhandlungen mit Terroristen, Suchtrupps und seiner Firma schier verzweifelt, wird die Batterie immer schwächer und der Sauerstoff knapp. Ryan Reynolds in einem beklemmenden Minimalthriller mit maximalem Panikfaktor.

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Info

Paul Conroy (Ryan Reynolds) erwacht in totaler Dunkelheit. Im flackernden Licht seines Feuerzeugs erkennt er panisch seine ausweglose Lage: Er ist in einer schmalen Holzkiste eingesperrt. Und die liegt offensichtlich unter der Erde. Da klingelt ein Telefon. Paul bekommt es in die Finger und hört seinen Entführer. Als Lastwagenfahrer arbeitete Paul für ein privates Transportunternehmen im Irak. Sein Konvoi wurde überfallen. Und er von Terroristen lebendig begraben. Nun soll er mit dem Smartphone ein Video von sich selbst aufnehmen, um die US-Regierung zur Lösegeldzahlung zu bewegen. Sonst werden seine Entführer ihn verrecken lassen. Paul verhandelt zunehmend verzweifelt mit den Terroristen und den kaltschnäuzigen Bürokraten seiner Firma, versucht seine Familie zu erreichen und einen Suchtrupp zu seinem Versteck zu lotsen. Da bemerkt er, wie der Handyakku immer schwächer und der Sauerstoff langsam knapp wird.

Altmeister Alfred Hitchcock wäre begeistert: ein Echtzeitthriller mit nur einem einzigen Darsteller, der über 93 Minuten ausschließlich in einer engen Holzkiste spielt - und dennoch von der ersten bis zur letzten Sekunde nervenzerreißend spannend bleibt. Als einziges auflockerndes Stilmittel erlaubt sich Spaniens neue Regiehoffnung Rodrigo Cortés ("The Contestant - Der Kandidat") kurze Ansichten des Sarges von außen, umrahmt von undurchdringlicher Schwärze. Wie er es trotzdem schafft, in zeitweise totaler Dunkelheit mit effektvollen Schnitten und Spiel mit Licht und Schatten Spannung zu erzeugen, ist ein echtes Meisterstück der Thrillerregie. Kein Wunder, dass der Independent-Kracher seit der Premiere auf dem Sundance Film Festival Kritik und Publikum begeisterte und bei nur 17 Drehtagen und weniger als drei Millionen Dollar Produktionskosten weltweit über 18 Millionen einspielte.

Cortés konnte für sein nächstes Projekt "Red Lights" bereits Hollywoodstars wie Robert de Niro, Cillian Murphy und Sigourney Weaver gewinnen. Die größte Überraschung ist aber Hollywoodbeau Ryan Reynolds, bisher eher bekannt durch Romantic Comedys und Actionfilme, der in einer brillanten One-Man-Show einen vielschichtigen Charakter entwickelt, dessen totale Verzweiflung als Parabel für das Leid des Individuums im Krieg funktioniert.

Besetzung

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