Highschool-Nerd Dave (Aaron Johnson) ist völlig verrückt nach Comics und ein glühender Fan von Superhelden, doch sein eigenes Leben ist sterbenslangweilig. Ein froschgrüner Neoprenanzug verspricht den ersehnten Kick: So zieht er bald selbst als unerschrockener Fighter "Kick-Ass" um die Häuser und nimmt es mit Schlägern und Dieben auf. Weil Dave zwar über supergroße Ambitionen, dummerweise aber nicht über supergroße Kräfte verfügt, bezieht er erst einmal ordentlich Dresche. Zum Massenidol auf Youtube schafft er's damit allemal. Als Kick-Ass aber Gangsterboss Frank D'Amico (Mark Strong) in die Quere kommt, braucht er dringend professionelle Hilfe: Der waffenvernarrte Batman-Verschnitt "Big Daddy" (Nicholas Cage) und seine schwertschwingende Tochter "Hit Girl" (Chloe Moretz) haben mit D'Amico ohnehin noch eine blutige Rechnung offen und bringen Kick-Ass auf die harte Tour bei, was einen echten Superhelden ausmacht.
Keine Frage, das kickt: Matthew Vaughns furiose Superheldensatire beginnt als vermeintlich harmloser Actionspaß und steigert sich bald zum absurd-überdrehten Gewaltexzess. Mit blutigen Splatterfights, bizarren Ideen und schonungslosem Sarkasmus setzte der "Sternenwanderer"-Regisseur Mark Millars Kultcomic kongenial für die Leinwand um. Mit einer Fülle von Filmzitaten und doppelbödigem Humor gelingt ihm das Kunststück, sich vor dem Superhelden-Genre zu verbeugen und es zugleich rotzfrech auf die Schippe zu nehmen. Eigentliche Superheldin des Films ist die 13-jährige Chloe Moretz, die als minderjährige Killergöre in kompromissloser "Kill Bill"-Manier reihenweise böse Buben umsäbelt. Dabei stiehlt sie dem pickligen Selfmade-Superman Aaron Johnson ("Frontalknutschen") und Nicholas Cage als verkorkstem Knarrenfetischisten locker die Schau.