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Surer: "Ferrari wird zurückkommen"

Sky Experte Marc Surer bestritt insgesamt 82 Rennen in der Formel 1.

12.11. | 14:43

Marc Surer freut sich auf ein spannendes Rennen in Brasilien und spricht über Mercedes und den Motorenstreit.

Sky.de: Marc, obwohl die WM entschieden war, ging beim GP von Mexiko noch einmal die Post ab. Hat dich das überrascht?

Marc Surer: Nein, denn ein Fahrer ist grundsätzlich Rennfahrer, um Rennen zu gewinnen. Die WM-Wertung ist natürlich ein wichtiger Teil des Ganzen, aber der Antrieb ist bei jedem Grand Prix gleich: Man will gewinnen oder zumindest bestmöglich abschneiden.

Sky.de: In Brasilien erwartest du also ein ähnlich umkämpftes Rennen?

Marc Surer: Genau! Jeder will sich in den Rennen zum Saisonende mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause verabschieden, denn sonst nagen die schlechten Resultate während der vielen kalten Monate an einem.

Sky.de: In den sozialen Netzwerken gab es schon Verschwörungstheorien, dass Mercedes Hamilton als Weltmeister bevorzugt. Erst als Hamilton als Gesamtsieger feststand, läuft bei Rosberg alles wie am Schnürchen. Zufall?

Marc Surer: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Team absichtlich einen Fahrer benachteiligt. Das Resultat in Mexiko ist reiner Zufall in meinen Augen. Bei Ferrari ist es ja ähnlich, wo Räikkönen immer mit Problemen zu kämpfen hat. Man könnte höchstens darüber diskutieren, ob die Mechaniker beim ersten Auto genauso gut sind  wie beim zweiten Auto, aber absichtlich macht da keiner etwas falsch, denn das kostet das Team auch Geld und spielt der Konkurrenz in die Hände.

Sky.de: Dennoch wird der Schatten von Hamilton durch seinen insgesamt dritten WM-Titel nicht kleiner. Sollte Rosberg sich vielleicht doch ein neues Team suchen, um nicht zur ewigen Nummer zwei zu werden?

Marc Surer: Wo soll er hingehen, um wieder ein siegfähiges Auto zu haben und gleichzeitig einen Teamkollegen, den er klar schlagen kann? Und grundsätzlich zeigt Nico, dass er Hamilton schlagen kann. Der Unterschied ist, dass bei Nico alles perfekt laufen muss, während Lewis auch Rennen gewinnt, wenn es kleinere Probleme gibt. Dennoch sollte Rosberg bei Mercedes bleiben und den Kampf annehmen.

Sky.de: Wen siehst du in Brasilien vorne? Hamilton konnte hier noch nie gewinnen, Ferrari will nach einem schlechten Rennen zuletzt zurückschlagen und Rosberg kommt mit Rückenwind und hat auch letztes Jahr in Sao Paulo gewonnen…

Marc Surer: Lewis will das Rennen sicher unbedingt gewinnen, weil ihm dieser GP noch in seiner Sammlung fehlt. Aber auch Rosberg traue ich einiges zu und ich freue mich auf einen spannenden Zweikampf. Ferrari dürfte in Brasilien sicherlich stark zurückkommen, denn wir haben hier eine Strecke mit einer langen Gerade, die auch noch bergauf geht. Power ist gefragt und somit scheidet Red Bull beispielsweise aus.

Sky.de: Ein großes Thema in der Formel 1 ist derzeit auch der Motorenstreit. Bernie Ecclestone und Jean Todt wollen ab 2017 einen "Billig-Motor" einführen, um finanzschwächeren Teams zu helfen. Was hältst du davon?

Marc Surer: Das hätte auf jeden Fall eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zur Folge, was die Motorentechnik betrifft und würde für großes Chaos sorgen. Es kann nicht sein, dass ein Teil des Feldes mit dem teuren Hybrid-Motor fährt und der Rest mit dem günstigeren Alternativmotor. Ein weiteres Problem ist auch, dass nicht nur „kleine“ Teams diesen Motor wollen. Auch Red Bull setzt sich dafür ein und will damit die WM gewinnen. Und die würden dann logischerweise Geld in die Weiterentwicklung stecken, was wiederum den Preis nach oben treiben würde. Für mich ist das Ganze eher ein Druckmittel von Jean Todt, damit die Motorenhersteller Aggregate zu einem vernünftigen Preis anbieten.

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