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"Detroit" - Neu im Kino

John Boyega in "Detroit"

23.11.

Nach ihren mit Oscars ausgezeichneten Filmen "The Hurt Locker" und "Zero Dark Thirty" haben sich der preisgekrönte Reporter Mark Boal und Regisseurin Kathryn Bigelow erneut zusammengetan, um die Geschichte der Unruhen von 1967 in Detroit und den mittlerweile zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Algeirs Motel Incident zu erzählen.

"Detroit" - ab 23.11. im Kino

Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte, als das Land von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht wird. Die Eskalation des Vietnamkriegs sowie jahrzehntelange Ungleichheit und Unterdrückung fordern ihren Tribut. Die Unzufriedenheit und kochende Wut finden schließlich ihren Höhepunkt in den Großstädten, wo die afroamerikanische Gemeinschaft seit jeher mit systematischer Diskriminierung sowie hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an, als Schüsse aus einem Motel gemeldet werden. Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen – in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden …

Regisseurin Kathryn Bigelow rückt die schicksalhafte Nacht im Sommer 1967- in der drei schwarze Teenager von der Polizei erschossen wurden -  mitsamt ihren Folgen in den Mittelpunkt ihres intensiven Films. Sie zeigt die Geschehnisse dabei aus einer Nähe und mit einer Genauigkeit, die schon zuvor ihre Filme "Tödliches Kommando -The Hurt Locker"  und "Zero Dark Thirty" auszeichneten. "Im Fall von 'Detroit' wollte ich dem Publikum das Gefühl vermitteln, sich unmittelbar im Algiers Motel zu befinden", eklärt Bigelow. "So, als würde es die Ereignisse dort fast in Echtzeit miterleben."

Durch das Ausgraben dieses größtenteils in Vergessenheit geratenen, aber entscheidenden Moments der jüngeren amerikanischen Geschichte wollten Bigelow und Journalist Mark Boal den Todesopfern genauso wie den Überlebenden der Aufstände auf respektvolle Art eine Ehre erweisen.

Für das Drehbuch interviewten Boal und sein Rechere-Team von schwarzen Anwohnern bis hin zu Polizisten und Armeeangehörigen, alle Beteiligten die damals in Detroit vor Ort waren. Und Boal konnte auch direkt Beteiligte an den Vorfällen im Hotel ausfindig machen. So standen unter anderem auch Larry Reed und Melvin Dismukes dem Filmteam als Berater zur Seite.

Vor allem für Algee Smith und John Boyega, die den R&B-Sänger und Wachmann im Film verkörpern, war es etwas ganz Besonderes die realen Personen vor Ort zu haben. "Ich hatte zuvor noch nie eine reale Person gespielt", sagt Boyega. "Melvin hat sehr ausführlich und eindringlich von seinen Erfahrungen berichtet. Er ließ mich teilhaben an seinen Gefühlen damals, daran, wie er in welchen Situationen reagierte und welche inneren Widersprüche er erlebte."

Ein belastender Dreh mit vielen Emotionen

Will Poulter ("Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte") übernimmt als Officer Philip Krauss gleich die Rolle mehrerer realen Personen. Er steht stellvertretend für das in Zeugenberichten belegte Verhalten der Polizisten, die damals in die Vorfälle verwickelt waren.

Während es für alle beteiligten Schauspieler ein hoch emotionaler und aufreibender Film-Dreh war, hatte Poulter wohl die schwerste Aufgabe. Obwohl er sich der Intensität der Geschichte schon beim Lesen des Drehbuchs nicht entziehen konnte, belastete das Verkörpern einer derart amoralischen Person Poulter.

"Es gab einen Moment am Set, an dem Will in Tränen ausbrach", erzählt Algee Smith. Auch Bigelow erinnert sich an jenen Drehtag: "Der emotionale Zustand meiner Schauspieler war mir sehr bewusst. Gerade für Will war die Belastung enorm. Deswegen versuchten wir besagte Szene so schnell wie möglich in den Kasten zu bekommen und uns einer neuen zu widmen."

Jegliche Ähnlichkeit zwischen den in "Detroit" gezeigten Ereignissen und den aktuell in den USA geführten Diskussionen über institutionellen Rassismus sind natürlich vollkommen beabsichtigt, geben die Filmemacher zu. "Ich halte es für wichtig, diese Geschichte jetzt zu erzählen", sagt Produzent und Drehbuchautor Mark Boal. "Denn wer auf die Vergangenheit blickt, bekommt oft auch eine neue Sicht auf die Gegenwart. So kann man die Frage stellen, was sich alles verändert hat. Und natürlich auch, was sich eben nicht verändert hat."

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